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Einzelhandel · Möbel Tschechien · Slowakei · Polen (EU) Geplant — vertiefte EU-Prüfung (Phase II) 12 Okt 2026

EU leitet vertiefte Prüfung der geplanten Porta-Übernahme durch XXXLutz ein — in Tschechien und der Slowakei betrifft das ASKO

Die Europäische Kommission hat am 12. Oktober 2026 eine vertiefte Prüfung der geplanten Übernahme der deutschen Möbelgruppe Porta durch die österreichische XXXLutz eingeleitet. Porta tritt in Deutschland als porta Möbel, SB Möbel Boss und Möbel LETZ auf, in Tschechien und der Slowakei als ASKO. Der Zusammenschluss würde mehr als 140 Porta-Häuser mit über 1.800 Filialen der XXXLutz-Marken wie XXXLutz, Mömax, Roller, Poco, Möbelix und Home24 vereinen. Die vorläufigen Bedenken der Kommission betreffen den Möbeleinzelhandel in Deutschland, Tschechien und der Slowakei sowie den Möbeleinkauf bei Herstellern in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Polen, da Portas Marken dem XXXLutz-Einkaufsverband GIGA International beitreten würden. Die Anmeldung erfolgte am 7. September 2026; die Kommission hat bis zum 25. Februar 2027 Zeit. Parallel prüft sie, ob die Parteien vor der Anmeldung Schritte zum Kontrollwechsel unternommen haben (Gun Jumping, Verfahren M.11895.AP). Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Unser Kommentar Die Einkaufsseite wiegt hier so schwer wie die Filialüberschneidung: Die Kommission prüft, ob tschechische, slowakische und polnische Möbelhersteller einen der wenigen großen Abnehmer außerhalb des GIGA-Verbands verlieren würden. Für Käufer von Lieferanten beider Gruppen wird die Kundenkonzentration zur zentralen Größe jeder Bewertung. Bis Februar 2027 bleibt die Zukunft des ASKO-Netzes offen; endet das Verfahren mit Auflagen, ist der Verkauf von Häusern in Tschechien oder der Slowakei eine mögliche Folge.
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