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Kfz-Teile-Distribution Kroatien · Slowenien Anteilskauf — unterzeichnet 3 Sep 2026

Kroatiens Tokić hat den Kauf des slowenischen Nutzfahrzeugteile-Händlers Matik von der Swiss Automotive Group unterzeichnet

Am 3. September 2026 teilte die an der Zagreber Börse notierte Tokić d.d. dem Markt mit, dass am 2. September eine verbindliche Vereinbarung über den Erwerb von 100 % der Geschäftsanteile an der slowenischen Gesellschaft SAG SLO d.o.o. unterzeichnet wurde, die unter der Marke Matik auftritt und ihren Sitz in der Letališka cesta 33 F in Ljubljana hat. SAG SLO gehört derzeit der internationalen Swiss Automotive Group, die laut Mitteilung mehr als 4.000 Menschen beschäftigt und in rund zehn europäischen Märkten im Vertrieb von Kfz-Teilen und zugehörigen Fahrzeugpflegeprodukten tätig ist. Matik wird als einer der führenden Händler für Ersatzteile für Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse auf dem slowenischen Markt beschrieben; die internationalen Wurzeln der Marke reichen bis 1969 zurück, auf dem slowenischen Markt entwickelt sie sich seit dreißig Jahren und ist über Geschäftseinheiten in Ljubljana, Maribor und Koper präsent. Nach geprüften Zahlen für 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 7,2 Mio. EUR und beschäftigte 28 Personen. Das Sortiment umfasst Service- und Ersatzteile, Antriebsstrangkomponenten, Schmierstoffe, chemische Produkte, Verbrauchsmaterial und Werkstattausrüstung für Pkw und Nutzfahrzeuge und wird über Groß- und Einzelhandel an Werkstätten, Transportunternehmen, Teilehändler und Endkunden verkauft. Mitgeteilt wird eine unterzeichnete Vereinbarung; Tokić nennt weder Preis noch Vollzugsbedingungen oder Vollzugstermin.

Unser Kommentar Eine Gruppe mit mehr als 4.000 Beschäftigten in rund zehn Märkten verkauft eine Landesgesellschaft mit 28 Mitarbeitenden und 7,2 Mio. EUR Umsatz. So sieht eine Portfolioüberprüfung aus Verkäufersicht aus: Ein Geschäft kann völlig gesund sein und trotzdem die falsche Größe haben, um es aus der Zentrale weiterzuführen. Aus Käufersicht zählt, wer zahlt — kein Fonds, sondern der benachbarte Betreiber mit demselben Katalog, der ab dem ersten Tag eigene Volumina über diese drei Standorte laufen lassen kann. Genau der zahlt für ein Distributionsgeschäft in der Regel am meisten, und genau deshalb ist das eigentliche Vermögen eines Händlers das Standortnetz und die Kundenliste, nicht die Marge. Einen Preis nennt die Mitteilung nicht — in dieser Größenordnung normal und kein Ausweichen; und es heißt unterzeichnet, nicht vollzogen, der Deal ist also noch nicht abgeschlossen.
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