Am 24. September 2026 gab die Shelly Group SE — ein Hersteller von Smart-Home- und Smart-Building-Geräten mit Sitz in Sofia, seit 2016 an der Bulgarischen Wertpapierbörse und seit 2021 in Frankfurt notiert — den Abschluss einer Investorenvereinbarung mit der SE 2026 A SAS bekannt, einer 100%igen Tochter der Schneider Electric SE. Die Vereinbarung legt fest, unter welchen Bedingungen Shelly ein beabsichtigtes freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle Aktien zu 70,00 € in bar je Aktie unterstützen würde. Schneider Electric beziffert den Transaktionswert auf rund 1,2 Mrd. €. Der Preis liegt 27% über dem unbeeinflussten Referenzpreis von 55,2 € — dem sechsmonatigen volumengewichteten Durchschnitt zum 28. Juli 2026, dem letzten Handelstag vor Marktgerüchten über die Transaktion — und 22% über dem Referenzpreis von 57,5 € am 23. September. Die beiden Gründer halten zusammen rund 57%. Co-CEO Dimitar Dimitrov (rund 29%) hat sich verpflichtet, seine Aktien anzudienen und einen Teil des Erlöses für mindestens drei Jahre gemeinsam mit Schneider Electric zu reinvestieren; er soll gemeinsam mit Wolfgang Kirsch Co-CEO bleiben. Mitgründer Svetlin Todorov (rund 28%, direkt und über die Salisto Holdings) hat dem Verkauf in zwei Tranchen zugestimmt: zunächst ein nicht beherrschendes Paket von 5%, danach rund 23% nach fusionskontrollrechtlicher Freigabe. Beide Erwerbe entfallen, wenn das Angebot scheitert. Das Angebot wird eine Mindestannahmeschwelle von 95% haben; danach will Schneider Electric die übrigen Aktionäre per Squeeze-out abfinden und ein Delisting anstreben. Ein Angebot ist noch nicht registriert oder veröffentlicht: Es wird bei der bulgarischen Finanzaufsichtskommission eingereicht, deren Freigabe Ende November oder Anfang Dezember 2026 erwartet wird; der Vollzug wird bis zum ersten Quartal 2027 erwartet. Laut Vereinbarung beabsichtigt Schneider Electric, den Hauptsitz von Shelly in Bulgarien sowie die bestehende Organisation und Belegschaft für mindestens drei Jahre nach Vollzug zu erhalten. Der Verwaltungsrat von Shelly ist vorläufig der Ansicht, dass ein Angebot zu diesem Preis im Interesse der Gesellschaft läge.