Am 2. Oktober 2026 unterzeichneten Papyrus AB und Papyrus GmbH mit dem französischen Papiergroßhändler Antalis S.A.S. einen Anteils- und Asset-Kaufvertrag. Danach würde Antalis die Kontrolle über Papyrus OÜ (Estland), SIA Papyrus (Lettland), UAB Papyrus Lietuva (Litauen), Papyrus Hungaria Zrt., Papyrus Sp. z o.o. (Polen), Papyrus Bohemia s.r.o. (Tschechien), Papyrus Romania SRL, Papyrus Schweiz AG, OptiGroup SSC Kft. sowie — als Asset Deal — den Geschäftsbetrieb der Papyrus GmbH in Deutschland erwerben. Die estnische Wettbewerbsbehörde erhielt die Anmeldung am 5. Oktober und veröffentlichte sie am 6. Oktober; Dritte können binnen sieben Tagen Stellung nehmen. Laut nicht vertraulicher Zusammenfassung vertreiben die Zielgesellschaften Druck- und Grafikpapiere, Büropapier, Briefumschläge, Materialien für visuelle Kommunikation, Hygiene- und Reinigungsprodukte sowie Industrieverpackungen und bieten Muster-, Lager-, Zuschnitt- und Logistikleistungen. In Estland ist nur Papyrus OÜ tätig, als Großhändler für Druck- und Grafikpapiere, Büropapier, Umschläge und Verpackungen. Antalis ist in 31 Ländern tätig, bedient über 100.000 Kunden über 120 Distributionszentren und wird allein von KPP Group Holdings kontrolliert. Die Tätigkeiten überschneiden sich beim Vertrieb von Papierprodukten und Verpackungen; die Anmeldung grenzt diese Märkte EWR-weit oder baltikumweit ab und hält fest, dass der Papiervertrieb bei nationaler Abgrenzung ein horizontal betroffener Markt wäre. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.